Sehenswürdigkeiten in Iserlohn 
Sehenswürdigkeiten in Iserlohn

Sehenswürdigkeiten in Iserlohn


Dechenhöhle

Die Dechenhöhle ist eine Tropfsteinhöhle. Sie ist im Laufe von Millionen Jahren entstanden. Ihr heutiges Aussehen ist ca. 700.000 Jahre alt. Unter geologischen Gesichtspunkten gesehen, ist das eine sehr kurze Zeit. Sie wurde im Jahre 1868 entdeckt durch einen Zufall. 2 Arbeitern der Eisenbahngesellschaft fiel ein Hammer in einen schmalen Felsspalt. Einer der Arbeiter kletterte hinunter, um den Hammer zu holen. Dabei entdeckte er die große Höhle. Der Name kommt von dem Natur- und Höhlenforscher Heinrich von Dechen. Er war einer der Ersten nach der Entdeckung, der die Höhle erforschte. Es wurden zahlreiche Fossilien von unterschiedlichen Tieren in der Höhle gefunden. Dann wurde sie für Besucher freigegeben. Im Jahre 2000 wurde ein Skelett eines Höhlenbärenbabys bei einer Grabung gefunden. Also werden auch jetzt immer wieder Überreste von Tieren in der Höhle entdeckt. Jeder Höhlenabschnitt hat seinen eigenen Namen und seine eigene Besonderheit. Die Besucher können bei einem Gang entlang der Tropfsteine an den unterschiedlichsten Orten vorbei. Zum Beispiel in der Nixengrotte ist ein 1,50 Meter tiefer See. Er hat kristallklares Wasser. Er hat den Namen Nixenteich. Über Stufen geht es von hier aus hinab in die Grufthalle. Die Formen der Tropfsteine, die sich im Laufe der Zeit gebildet haben, sind ganz unterschiedlich. Sie haben Namen wie „Palmensäule“ oder „Kronleuchter“. Auch leben in der Höhle Fledermäuse. Wer aufmerksam durch die Höhle geht, kann diese an den verschiedenen Stellen entdecken. Fledermäuse sind nachtaktiv und keinesfalls gefährlich für den Menschen. In der Nähe der Dechenhöhle befindet sich der Seilersee. Hier gibt es eine Bobbycar-Route, die einmal rund um den See führt. Sie ist 3 Kilometer lang.


Historischer Drahthandelsweg

Vom Bahnhof Iserlohn bis zum Bahnhof Altena führt der historische Drahthandelsweg. Er ist ca. 15 Kilometer lang. Auf diesem Weg wurde der in Altena hergestellte Draht nach Iserlohn transportiert. Von hier aus wurde er weiterverkauft und über den Ost-West-Handelsweg in die Städte Dortmund, Soest und Unna verbracht. Die Bewohner der Städte Iserlohn und Altena konnten von der Landwirt-schaft und dem Ackerbau nicht leben, weil hier eine rauhe Berglandschaft vorhanden ist. Aber es gab andere Naturschätze. Das Eisen musste in schwerer Arbeit gewonnen werden. Die Altenaer formten hieraus Werkzeuge, Waffen, Nägel, Nadeln, Haken und Ketten. In Iserlohn wurde der auf dem Draht-handelsweg hergebrachte Draht weiter verarbeitet. Der Transport war mit den Pferdefuhrwerken oft schwierig und wetterabhängig. Der Draht wurde in Iserlohn erst mit der Hand zu Feindraht verarbeitet, um daraus Panzerwaren herzustellen. Es wurden Kettenhemden, Haken, Ösen oder Fischangeln gefertigt. Die Iserlohner Kaufleute entwickelten ein gutes Absatzsystem mit eigenen und fremden Pro-dukten. Harnischmacher waren Hersteller von Kettenhemden. Bereits vor dem 16. Jahrhundert waren die Harnischmacher aus Iserlohn die Besten auf ihrem Gebiet und in der ganzen Welt gefragt. Ein wichtiges Produkt für Iserlohn waren die Nadeln. Die Aachener Nadelfabriken wurden von Iserlohn mit Draht beliefert. Die Waldstädter nahmen dann Mitte des 18. Jahrhunderts selbst die Produktion in Angriff. Um die 110 einzelnen Arbeitsschritte leisten zu können, brauchten die Arbeiter für die Ferti-gung der Nadeln sehr gute Kenntnisse. Hiermit beschäftigt sich das Nadelmuseum – Historische Fab-rikanlage Maste-Barendorf – in Iserlohn. Wer mehr über den Draht erfahren möchte, kann das Stadt-museum in Iserlohn und das Deutsche Drahtmuseum in Altena besuchen. Noch heute befassen sich viele Firmen in Iserlohn mit dem Draht. Sie stellen daraus Feindrähte für Drahtgewebe und –umflechtungen, Filtergewebe, Industrienadeln, Feinstseile, Federn, Heftklammern und viele Dinge für die Feinmechanik und die Elektroindustrie her.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Iserlohn

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk:
Arnsberg

Landkreis:
Märkischer Kreis

Höhe:
247 m ü. NN

Fläche:
125,51 km²

Einwohner:
95.232

Autokennzeichen:
MK, bis 1974 IS, bis 1979 LS

Vorwahl:
02371 02374 02304 02352 02378 )

Gemeinde-
schlüssel:

05 9 62 024



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